Be-You-tiful! Körperbild und Geschlecht

Be-You-tiful! ist ein interaktives und kostenloses Projekt für Schulen und Jugendarbeit im Themenbereich Körperbild und Geschlecht. Das Projekt ermöglicht Kinder & Jugendlichen mit eigenen Film-, Theater- und Fotoprojekten (medial) vorgegebene Identitäten und geschlechtsspezifische Schönheitsideale kritisch zu reflektieren, womit neue Verhaltensmöglichkeiten und Einstellungen erworben werden. Kinder & Jugendliche sowie ihr soziales Umfeld tragen somit zu einer stigmafreien Vielfalt von eigenen Schönheitsidealen in der Gesellschaft bei und leisten einen wichtigen Beitrag zur eigenen physischen und psychischen Gesundheit und deren ihres Umfeldes. Lehrpersonen erhalten einen Einführungsworkshop als Startpunkt in die Thematik und werden bei der Umsetzung der Projekte von Fachpersonen der Geschlechterpädagogik sowie Expert*innen in Film, Theater und Fotografie professionell begleitet und gecoacht.

Projekte

Sie wählen die Form des Projektes, welche für ihre Klasse oder Jugendarbeitsgruppe am besten passt, aus. Nach Ihren Interessenmeldung erhalten Sie vom Projektteam ein umfangreiches Dossier zur gewählten Projektform aus.

Um Sie bei der Umsetzung zu unterstützen, begleiten wir Ihr Projekt mittels eines Einführungsworkshop und stellen euch bei Bedarf ein Coach zur Verfügung. Die Projekte im Bereich Film, Theater und Fotografie können vom Aufwand und Dauer individuell an den Bedürfnissen und Ressourcen ihrer Klasse bzw. Gruppe angepasst werden.

Projekt Film

Film ist ein Medium, welches Kinder & Jugendliche fasziniert und schnell zu begeistern vermag. Seit dem Aufkommen von Smartphones und Co. ist das Medium mehr denn je Teil der Lebensrealität junger Menschen. Das Dossier bietet ihnen Vorlagen zu drei verschiedenen Filmformen: Stop-Motion-Filme, Erklärvideos sowie fiktionaler Filmszene. Gerne unterstützt Sie einen unserer Filmcoaches (w/m/d) bei ihrem Projekt. Zum Abschluss kann der Film der Klasse, der ganzen Schule sowie den Eltern präsentiert werden. Das Filmprojekt dauert je nach Auftrag zwischen 10 bis 21 Lektionen.

Projekt Theater

Theater ist eine Ganzkörpererfahrung, mit welcher Inhalte spielerisch und gleichzeitig kritisch reflektiert werden. Die Kinder & Jugendlichen entwickeln in Gruppen Theaterszenen zum Thema mediale Schönheitsideale und Körperbilder. Ein Theatercoach (w/m/d) hilft der Klasse und der Lehrperson bei der Erarbeitung der Szenen. Eine Präsentation der Szenen vor Publikum schliesst das Projekt ab. Das Theaterprojekt dauert je nach Auftrag zwischen 21 bis 28 Lektionen.

Projekt Fotografie

Bei diesem Projekt setzen sich die Kinder & Jugendliche mittels spezifischer Bildsprache der Fotografie mit der Thematik Körperbild und Geschlecht auseinander. Durch konkrete Aufgabenstellungen lernen sie genauer hinzuschauen und zu beobachten. Das Dossier bietet ihnen Vorlagen zu verschiedenen Fotografieformen; Fotoroman, Entdeckungsreise mit der Kamera oder die Darstellung von typischen bzw. untypischen Geschlechterbildern. Ein Coach (w/m/d) kann zur Unterstützung das Projekt begleiten. Zum Abschluss können die Fotografien der Klasse, der ganzen Schule sowie den Eltern mittels Präsentation oder Ausstellung präsentiert werden. Das Fotografieprojekt dauert je nach Auftrag ca. 4 Lektionen.

Angebot für Schulen & Jugendarbeit

Schulen:
Lehrpersonen können für ihre Schulklasse (2./3. Zyklus & Sek II) zu einem der drei Schwerpunkte Film, Theater und Foto ein Projekt durchführen. Für jedes dieser Schwerpunkte gibt es ein dazugehörendes Dossier mit dessen Hilfe sich das Projekt umsetzen lässt. Als Einstieg in die Thematik wird ein Einführungsworkshop (à 2 Lektionen) sehr empfohlen. Benötigt die Lehrperson neben dem Dossier zusätzliche Unterstützung bei der Projektumsetzung, kann für 2–3 Lektionen ein*e Fachexpert*in in den Bereichen Film, Theater oder Foto gebucht werden.

Jugendarbeit:
Projektideen von Jugendlichen zu den Themen Schönheits- und Geschlechtsidealen werden von lokalen Projektgruppen (je 1–2 Jugendarbeitende und 6–12 Jugendliche) geplant, umgesetzt und durch die Fachstelle jumpps* fachlich begleitet und unterstützt. Die Inhalte und Aktivitäten sind frei wählbar (Fitnesstraining, Filmabend, usw). Jugendarbeitende sind eingeladen, mit Gruppen Projekte in den drei Themenbereichen Film, Theater und Foto mit Hilfe des Dossiers durchzuführen. Jugendarbeitende können jedoch Ihre Kreativität & den Bedürfnissen der Jugendlichen freien Lauf lassen und müssen sich nicht auf die Dossierinhalte beschränken. Für Inspirationen können die abgeschlossenen Projekte von “Echt Stark, Mann” auf www.jumpps.ch hinzugezogen werden.

Kosten

Die Projekte sind für die ersten 20 Projekte in Schulen und Jugendarbeit kostenlos.

Interessierte Schulen und Jugendarbeitsstellen können sich bei Rachel Wittwer oder Boris Simic melden. Wir stellen umfangreiche Projektdossiers zu allen drei Fachbereichen (Theater, Film, Fotografie) kostenlos zur Verfügung.

Hintergrund

Die soziale Stigmatisierung von Personen, die übergewichtig sind, radikale/extremistische Haltungen/Denkweisen und Handlungen haben und normgerechten Schönheitsideale nicht entsprechen, sollen durch das Projekt sinken. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper, unabhängig von Voraussetzungen wie Gewicht, Körperform oder weiteren äusseren Merkmalen wird gestärkt. Auf diese Weise wird auch das Selbstbewusstsein und die psychische Gesundheit der Jugendlichen gefestigt, wodurch sich u.a. auch ihr Tabak- und Alkoholkonsum vermindert wird. Mittels Förderung systematischer Wahrnehmung und Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenssituationen und -bedingungen von Frauen/Mädchen* und Jungen/Männern* wird ihre Gendersensibilität verstärkt, ohne sie auf ihr Mann*- oder Frau*-Sein zu reduzieren.
Mit dem peer-Projekt-Ansatz wird durch die Projektpräsentation auch das soziale Umfeld der Jugendlichen und Kinder hin zur Körperbild-Thematik sensibilisiert. So stützen und tragen diese ebenfalls eine reflektierte „innere Haltung“ zum Thema. Denn wenn viele diese Haltung teilen, besteht Aussicht, dass die mit der positiven Stärkung des Körperbilds verbundene Zielsetzung erreichbar ist. Einerseits werden Motivation, Lernprozesse, positive Selbstkonzepte und Sozialkompetenzen bei den Jugendlichen verstärkt und andererseits effektiv Verhaltens- und Einstellungsänderungen sowie eine allgemeine Verbesserung des Problembewusstseins erreicht.

Trägerschaft & Finanzierung

Die Fachstelle jumpps*, Jungen- und Mädchenpädagogik und Projekte an Schulen (ehemals Netzwerk Schulische Bubenarbeit NWSB) ist ein Verein, der sich seit 2000 zum Ziel setzt, mittels Weiterbildungen, Projekten und Öffentlichkeitsarbeit die geschlechtsbezogene Pädagogik zu thematisieren und zu fördern. Die Fachstelle jumpps* ist eine Projektorganisation. Sie finanziert sich über verschiedene Projekte, eines davon ist «Be-You-tiful! »

 logo1 jumpps 1200

Das Projekt «Be-You-tiful!» wird von diversen Bundesstellen und Stiftungen finanziert, unter anderem das Bundesamt für Polizei fedpol, das Bundesamt für Gesundheit BAG (Alkoholpräventionsfonds), die Fondation Sana und der SWISSLOS-Fonds Basel-Landschaft.

bag

 logo fedpol d

 

 

fondation sana 

swisslos bl

 

Vorprojekt

Bei Vorprojekt „Echt stark, Mann! - Kraft, Stärke, Selbstvertrauen” wurden Projektideen von lokalen Projektgruppen der Jugendarbeit geplant, umgesetzt und durch die Fachstelle jumpps* fachlich begleitet und unterstützt. Die Projekte behandelten Themen wie Genderidentität, Sensibilisierung über Männlichkeitsideale und die Reflektion über die eigenen Vorstellungen von Körper und Schönheitsideale. Die Inhalte und Aktivitäten waren frei wählbar (Fitnesstraining, Filmabend, Kochkurs, usw). Eine Reflexion der Aktivitäten zum Thema Körperbild und Männlichkeiten und eine Videodokumentation der Projektresultate wurden vorausgesetzt. Die Jugendarbeitsgruppen wurden von Fachpersonen der Fachstelle jumpps* begleitet.
Die Zielgruppe des Vorprojektes war männliche Jugendliche, welche nach Orientierung suchten. Hooliganismus, Zuwendung zu extremistischen Haltungen, aber auch Kampfsport und Bodybuilding können den Versuch zeigen, Orientierung in herkömmlichen Männlichkeitsbildern zu erhalten. Doch letztlich kann der Versuch, eine solch "typische” Männlichkeit zu erreichen, nur scheinbare Sicherheit vermitteln. Eine Beziehung zu Männern mit Erfahrung, die ihnen Rückmeldungen geben, Vorbild sind und auch mal Grenzen zeigen, kann die Jugendlichen in der Entwicklung ihrer Genderidentität unterstützen und somit präventiv wirken.

Echt stark Mann!

Kontakt aufnehmen

Projektverantwortlichen: Boris Simic & Rachel Wittwer

Fachstelle jumpps*
Jungen- und Mädchenpädagogik, Projekte für Schulen
Hallwylstrasse 60
8004 Zürich
+41 44 825 62 92

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.jumpps.ch

Fachstelle jumpps*
Jungen- und Mädchenpädagogik, Projekte für Schulen
Hallwylstrasse 60
8004 Zürich

+41 44 825 62 92

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.jumpps.ch

Socialmedia